Die eigentliche Sicherung

Um die gewünschten Sicherungen durchzuführen bietet sich ein Shellscript an, dass später per cronjob oder bei Bedarf manuell ausgeführt wird. Wo es liegt ist eher zweitrangig, ich bevorzuge es, meine Scripte unter /usr/local/bin/ abzulegen.
Es wird also die Datei sicherung.sh angelegt und mit chmod 700 ausführbar gemacht. Entweder nimmt man root als 'Sicherungsuser', besser und vor allem sicherer ist es natürlich, einen eigenen User dafür anzulegen (dringend empfohlen!)
In dem Beispiel unten wird ein erst ein Windows-Server 2003, dann ein Linux-Server SuSE 9.1 gesichert. Die entsprechende Konfiguration der zu sichernden Rechner findet man hier für Windows und hier für Linux.

Die Datei sieht wie folgt aus:
#!/bin/sh
# Netzwerksicherung von Stefan Bongartz 2005

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## Windows Server 2003 sichern ####
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# Windows-Server mit Hilfe von Samba mounten
mount.cifs //windows/daten /mnt/win/ -o user=admin,pass=geheim

# Zeitstempel beim Start der Windows-Sicherung erzeugen
date > /backup/sich_win.log

# Daten-Laufwerk des Windows-Servers kopieren
cp -r /mnt/win/ /backup/win

# eventl. noch weitere Laufwerke kopieren oder die Backup-Datei
# der Windows eigenen Sicherung sichern (inkl. System State usw.)

# Zeitstempel beim Beenden der Windows-Sicherung erzeugen
date >> /backup/sich_win.log

# Windows-Server unmounten
umount /mnt/win/

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## Linux Server sichern ######
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# Linux-Server mit Hilfe von NFS mounten
mount 192.168.10.101:/sich /mnt/lin # ggf. statt IP-Adresse Namen verwenden
mount 192.168.10.101:/home /mnt/lin/home # ggf. statt IP-Adresse Namen verwenden

# Zeitstempel beim Start der Linux-Sicherung erzeugen
date > /backup/sich_lin.log

# Daten-Verzeichnisse des Linux-Servers kopieren
cp -r /mnt/lin /backup/lin
# Home-Verzsichnisse des Linux-Servers kopieren
cp -r /mnt/lin/home /backup/lin/home

# eventl. noch weitere Laufwerke kopieren

# Zeitstempel beim Beenden der Linux-Sicherung erzeugen
date >> /backup/sich_lin.log

# Linux-Server unmounten
umount /mnt/lin
umount /mnt/lin/home

############# Ende Script ########################


Statt alles per cp zu kopieren kann man natürlich auch per tar alles in ein Archiv packen:
tar cfz /backup/linux_bkp.tgz /mnt/lin
bzw.
tar cfz /backup/windows_bkp.tgz /mnt/win

Sicherer Weg über SSH-Tunnel

Um das ganze sicherer zu gestalten, kann man den Kopiervorgang des Linux-Rechners per tar natürlich auch durch ssh tunneln. Dann wird der entfernte Server nicht gemounted sondern es wird per ssh darauf zugegriffen. Hier sind dem erfahrenen Admin natürlich keine Grenzen gesetzt.
 
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