Linux auf IPC Topnote H: Hardware

Auf dieser Seite finden Sie einige meiner Erkenntnisse zur Hardware des IPC-Notebooks Topnote H und deren Unterstützung durch Linux.

Mein Notebook hat folgende Ausstattung:
14" TFT - Bildschirm
Pentium III 700 Mhz
128 MB, 10 GB HDD
SiS 630 Grafik-Karte
internerne LAN-Karte SiS
internes Modem SiS
DVD, IrDa, Soundcard SiS, USB
Die Installation von SuSE 8.1 bedarf eigentlich keiner weiteren Betrachtung der Hardware, da alle Komponenten richtig erkannt und installiert werden (bis auf das Modem). Diese Zeilen gelten daher eher für ältere Systeme!

Ich hatte zuerst SuSE 7.0 installiert, und das ging eigentlich ohne Probleme. Nur die Unterstützung der SiS 630 - Grafikkarte ist nur über einen Umweg möglich. Meine Anleitung könnte beim Installieren des "Framebuffer-Treibers" helfen. Die spätere Installation von SuSE 7.2 verlief ähnlich problemlos. Bei 7.0 wurde die Installation allerdings wegen der PCMCIA-Schnittstelle unterbrochen. Ich musste erst die automatische Erkennung deativieren.
  • Für die Netzwerkkarte "SiS 900 PCI Fast Ethernet" wird von SuSE 7.0 ein Treiber mitgeliefert. Er kann in YAST ausgewählt werden.
  • Damit Linux nicht nur 64MB RAM erkennt, fügt man in /etc/lilo.conf die Zeile append="mem=120m" hinzu. Anschließend ruft man lilo auf, um die Änderungen zu übernehmen.
  • Da ich keine PCMCIA-Karte habe, und mein Rechner nicht mit PCMCIA-Unterstützung bootet, sieht meine append-Zeile in lilo.conf so aus: append="NOPCMCIA=yes mem=120m"
  • Das Touchpad bzw. meine PS/2-Maus wird vom Treiber "PS/2 Maus oder C&T 82C710 (evtl. alte Logitech) [-t ps2 ]" bedient.
  • Die Soundkarte habe ich vom SuSE-Tool YAST2 automatisch erkennen lassen. Sie wird als "4DWave - SiS 7018" identifiziert und funktioniert ohne Probleme.
  • Das DVD-Laufwerk wird als ATAPI EIDE Gerät auf /dev/hdc gelegt.
  • Bei dem internen Modem handelt es sich um ein sogenanntes Win-Modem (vgl. www.sis.com). Diese Modems funktionieren nur mit entsprechender Host-Software. Da die Hersteller diese nur für Windows-Betriebssysteme zur Verfügung stellen, werden solche Modems als "Win-Modems" bezeichnet und werden nicht von Linux unterstützt.
    Das ist zwar ärgerlich, man kann sich aber helfen, indem man an den seriellen Port ein normals Modem anschließt, ein PCMCIA-Modem nimmt, oder - für unterwegs - sein Handy. Auch wenn letzteres auf die Dauer etwas teuer werden kann - und besonders schnell sind die 9600 Baud auch nicht - ist es eine praktische Sache. Man kann entweder die IrDa-Schnittstelle nutzen oder, wie ich, ein Datenkabel am seriellen Port.
  • Ein wirkliches Problem stellt für mich der (viel zu laute) Lüfter und die APM-Steuerung dar. Bei aktiviertem APM funktionierte die PS/2-Maus nicht richtig (Zeiger springt wild herum) und APM funtioniert nicht richtig. Als Lösung habe ich einen eigenen Kernel ohne APM, ISDN und anderen für mich unnötigen Dingen gebaut.
    Die Version 2.4.4 unter SuSE 7.0 war recht zufriedenstellend, mein neuer Kernel 2.4.16 lässt leider den Lüfter immer auf voller Geschwindigkeit laufen. - Das nervt... Ein automatisches Ausschalten funktioniert nun beim Herunterfahren auch nicht mehr.
  • Ein Wort zum Akku: Dieses Ding ist eine Zumutung! Trotz gutem Umgang (erst laden, wenn leer usw.) war dieser nach einem halben Jahr im Eimer. Ich kann mein Gerät nun nur noch am Stromnetz betreiben.

Diese Seite habe ich erstellt, nachdem ich sehr lange für die Installation von Linux auf meinem IPC Topnote H gebraucht habe. Ich hoffe damit dem ein oder anderen einen nützliche Tip geben zu können und etwas an die Gemeinschaft der Linux-User zurück zu geben.
Ich habe diese Seite nach bestem Wissen erstellt, kann aber leider keine Gewährleistung für die Richtigkeit der Inhalte geben.
Feedback bitte an Stefan Bongartz per mail an linux at stefanbongartz dot de