Manuelle Grafik-Treiber-Installtion auf IPC Topnote H:

Die manuelle Konfiguration muss dann gewählt werden, wenn die Installationsroutine der Distribution die Treiberinstallation für den Grafikchip nicht selbständig durchführt.

Bei neueren Distributionen, etwa bei SuSE 7.2, wird automatish die Installation des Framebuffertreibers vorgeschlagen. Die Konfigurationsdatei kann dann mit den entsprechenden Werkzeugen erstellt werden (s.u.: XF86Config). Sollte die Installation fehlschlagen können Sie meine Datei herunterladen und diese testen. Die Anpassung von LILO muss in diesem Fall ebenfalls wie unten beschrieben aussehen.

Manuelle Installation
Hier finden Sie eine Anleitung zur Installation des Framebuffertreibers. Bei SuSE 7.0 musste dieser manuell eingerichtet werden, da eine automatische Erkennung nicht möglich war. Die Anleitung lehnt sich an diese Distribution an. Mit kleinen Abweichungen (z.B. Name der Tools) funktioniert es natürlich auch mit anderen Distributionen.

Das Problem, das sich zeigt wenn man X startet bzw. ein Config-Tool wie beispielsweise YAST2, SaX oder SaX2 bei SuSE aufruft, ist ein "zu großes Bild". Man kann nur den linken oberen Teil des Bildes sehen und das Bild flimmert.
Um dennoch den X-Server für Linux zu benutzen, muß man den Framebuffertreiber auswählen. Das tut man am besten manuell, indem man die Datei /etc/XF86Config (evnt. liegt sie auch woanders, z. B. in /etc/X11) mit einem Editor bearbeitet. Alternativ kann SaX2 auch mit dem Befehl sax2 -m 0=fbdev aufgerufen werden. So wird SaX2 bereits mit dem Frambuffertreiber gestartet.

Voraussetzung für den Framebuffer ist allerdings, dass der Kernel die entsprechende Unterstützung liefert (Die SuSE-Standart-Kernel z. B. tun das) und man Linux im Grafikmodus startet. Dazu gibt man am Lilo-Prompt den Bootparameter vga=...  (Wert siehe Tabelle unten) ein bzw. ergänzt diesen Eintrag in /etc/lilo.conf. (Danach an einer Konsole lilo aufrufen, um die Änderungen zu übernehmen!)
Für eine Auflösung von 1024x768 und einer Farbtiefe von 16 bit könnte lilo.conf dann so aussehen:

# LILO configuration file
# Start LILO global Section
initrd=/boot/initrd
boot=/dev/hda
#compact      # faster, but won't work on all systems.
vga=791        #Parameter für Grafikmodus
read-only
prompt
timeout=50
# End LILO global Section
#
image = /boot/vmlinuz
  root = /dev/hda4
  label = l

Andere mögliche Werte sind der Tabelle zu entnehmen:
 

Farbtiefe640x480800x6001024x7681280x1024
8bit769771773775
15bit784787790793
16bit785788791794
24bit786789792775

Ein Booten im Grafikmodus kann man daran erkennen, dass in der linken oberen Ecke ein Pinguin erscheint und die Schrift kleiner als im Textmodus ist.

Bevor ich den den X-Server installiert habe, habe ich mir zunächst die neuesten Pakete besorgt. Bei der von mir benutzten SuSE 7.0 ist XFree86 in der Version 4.0 dabei. Die Pakete der Version 4.01 liegen z. B. auf ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/X/XFree86/XFree86-4.0.1-SuSE/suse70/ bereit. (Achtung: Ein Update des X-Servers ist ab SuSE 7.2 nicht mehr nötig! Diese kommt mit der Version 4.0.3.)
Es werden folgende Pakete benötigt:


saxtools-2.0-65.i386.rpm
xfntcyr-4.0.1-5.i386.rpm
xdevel-4.0.1-5.i386.rpm
xfntscl-4.0.1-5.i386.rpm
xfntbig-4.0.1-5.i386.rpm
xextra-4.0.1-5.i386.rpm
xloader-4.0.1-5.i386.rpm
xf86-4.0.1-5.i386.rpm
xman-4.0.1-5.i386.rpm
km_drm-4.0.1-5.i386.rpm
xf86_glx-4.0.1-5.i386.rpm
xmodules-4.0.1-5.i386.rpm
xf86glxd-4.0.1-5.i386.rpm
xshared-4.0.1-5.i386.rpm
sax2-4.0-65.i386.rpm
xfnt100-4.0.1-5.i386.rpm
xxprt-4.0.1-5.i386.rpm
sax2-4.0-65.src.rpm

Um Versionskonflikte zu vermeiden, sollte man erst alle Pakete der Version 4.0 deinstallieren und dann die neuen installieren. Vorsicht: Beim Deinstallieren beschwert YAST sich über Abhängigkeiten, die nicht mehr erfüllt werden. Hier darf man nicht -AUTO- wählen! Sonst werden die Pakete nicht deinstalliert!

Nun wird die Konfigurationsdatei XF86Config erzeugt/geändert. Wie bereits erwähnt mit sax2 -m 0=fbdev oder manuell mit dem Editor. Der entscheidene Abschnit sieht dann so aus:

Section "Modes"
  Identifier  "Modes[0]"
  Modeline  "1024x768" 66.24 1024 1064 1248 1360 768 783 790 829
EndSection

Section "Screen"
  DefaultDepth 16
  SubSection "Display"
    Depth 16
    Modes   "default"
  EndSubSection
  Device   "Device[0]"
  Identifier   "Screen[0]"
  Monitor   "Monitor[0]"
EndSection

Section "Device"
  BoardName   "SIS630"
  BusID   "1:0:0"
  Driver   "fbdev"
  Identifier   "Device[0]"
  VendorName   "SiS"
EndSection

Hier können Sie sich meine komplette XF86Config ansehen.(Oder downloaden: rechte Maustaste, Save link as...)

Jetzt sollte nach Eingabe von startx die grafische Oberfläche problemlos laufen!

Viel Erfolg!

Diese Seite habe ich erstellt, nachdem ich sehr lange für die Installation von Linux auf meinem IPC Topnote H gebraucht habe. Ich hoffe damit dem ein oder anderen einen nützliche Tip geben zu können und etwas an die Gemeinschaft der Linux-User zurück zu geben.
Ich habe diese Seite nach bestem Wissen erstellt, kann aber leider keine Gewährleistung für die Richtigkeit der Inhalte geben.
Feedback bitte an Stefan Bongartz per mail an linux at stefanbongartz dot de